Arbeitsgebiete der Gesundheitspsychologie – Anwendungsbeispiele und Beispiele für Fragestellungen (!)
Forschung fragt danach, wer krank wird (und warum), wer sich von einer Krankheit wieder gut erholt (und warum), und wie man Erkrankungen von vornherein verhütet
Verschiedene Arten der Selbstwirksamkeit von Bandura erläutern.
Möglichkeiten zur Erfassung von SWKE und Beispiele nennen.
• Selbstwirksamkeitserwartung = Subjektive Überzeugungen d. h werden mittels Befragung erfasst.
Erfassung situationsspezifischer Selbstwirksamkeitserwartung
• Messinstrumente entstammen BRAHMS-Projekt
• Skala zur Erfassung der ernährungsbezogenen SWKE, Fragebogen zielt auf subjektive Fähigkeit ein Risikoverhalten zu unterdrücken ab
• Skala zur SWKE ggü. Rauchentwöhnung
• Skala zur SWK ggü. der Einschränkung des Alkoholkonsums
• 4 Skalen zur phasenspezifischen SWKE bei körperlicher Aktivität betreffend Motivation zur Aufgabe überhaupt (präaktional), Initiative, Aufrechterhaltung der Aktivität und Kraft zur Wiederherstellung der Motivation nach Rückschlag
Erfassung allgemeine SWKE:
• Skala ,,Allgemeine SWKE” 20-Item-Skala die auf 10 Items revidiert wurde, dadurchökonomischer Vorteil
• eindimensionale Skala
• Konstruktprinzip: Besteht darineiner Anforderung zu beschreiben, welcher eigenes Handlungspotential entgegengestellt wird.
Womit kann Selbstwirksamkeit erhöht/beeinflusst werden?
(a) Handlungsergebnisse in Gestalt eigener Erfolge u Misserfolge
(b) Stellvertr Erfahrungen durch Beobachtung von Verhaltensmodellen
(c) Überredung (zB Fremdbewertung, soziale Einflussnahme oder nur Selbstinstruktion)
(d) Wahrnehmungen eigener Gefühlserregung
Modellvorstellung, die der Gesundheitspsychologie zugrunde liegt (!) und Beispiele für Phänomene
Health Belief Modell: Kurze Erklärung, Stellenwert und wichtigste Kritik daran
Subjektive Vulnerabilität (perceived susceptibility to illness)
Schweregrad von Symptomen (perceived severity)
Kosten-Nutzen-Abwägung (HBM)
zB lohnt es sich überhaupt, täglich 2x Zähne zu putzen, wenn eines Tages die schmerzhafte Entfernung der Zähne um nur wenige Jahre hinausgeschoben wird
Rolle des Health Action Process Approach (HAPA) in der Gesundheitspsychologie heute
HAPA Modell (Phasen) kurz erklären (am Bsp. einer Gewichtsreduktion/sportlichen Betätigung/ Raucherentwöhnung)
Präaktionale Phase
Aktionale Phase
Postaktionale Phase
Kritikpunkte des Health Belief Modells (Teil I)
(1) Es fehlen mind zwei kognitive Vermittlungsgrößen > Intention (+ dahinterstehender motivationaler Prozess) u Kompetenzerwartung
(2) Direkter Einfl von Bedrohung wird überschätzt
> Untersuchungen zeigten, dass Angstappelle, zB Konfrontation mit Bildern von Krankheitssymptomen, nur über begrenzte motivationale Wirkung verfügen (Bedrohung auf viel früherer Stufe relevant für Krankheit u Prävention, kein direkter Veranlasser von Handlung)
(3) Pfad v Handlungsreizen zur Bedrohung scheint fehlspezifiziert > zB Empfehlung zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchung, verändert nicht Bedrohung, sondern Intentionsstärke (wäre sinnvoll, zw wahrgen u tatsächlicher Situation zu unterscheiden)
Kritikpunkte des Health Belief Modells (Teil II)
(4) Kosten-Nutzen-Analyse als einzige Modellkomponente verdeckt Existenz von Gegenmaßnahme, die als präventiv beurteilt wird, u Widerstände gegen deren Ausführung (Person hegt best Erwartungen über gesundheitlich effektive Handlungen u reflektiert gleichzeitig widrige Umstände, die damit verbunden sein können)
> Subtraktive Beziehung zw diesen beiden Faktoren nur schwer operationalisierbar, daher sinnvoller, explizit zwei Konstrukte im Modell vorzusehen
(5) Es gibt keine Unterscheidung zw motivationaler Phase, in der individuelle Entscheidung erfolgt, u volitionaler Phase, in der gesundheitliches Handeln geplant u in Tat umgesetzt wird
> Entfall v Erklärung der Aufrechterhaltung d Verhaltens u Rückfälligkeit (Modell ist daher statisch u wird prozesshaftem Charakter des Gesundheitsverhaltens nicht gerecht)
TTM – Stadien angewandt zum Thema körperliche Aktivität
Stages of Change-Modell von Prochaska (Transtheoretical Model, TTM; 1994) wird auch auf Veränderung körperlicher Aktivität angewandt: Unterscheidung von 5 Personengruppen:
Präkontemplation (TTM)
Kontemplation (TTM)
Vorbereitung (TTM)