Begriff Adhärenz und Möglichkeiten zur Erfassung (!)
Direkte Therapie-Beobachtung (Directly Observed Therapy, DOT)
Verbesserungsvorschläge für Adhärenz, worauf sie sich beziehen und welche Phasen sind wichtig.
Intention: Bestimmungsgrößen für Intentionsbildung sind vielfältig u hängen von Merkmalen der Arzt-Patient-Bez ab, aus d Motivation entspringen sollte
Drei Bestimmungsgrößen:
1. Minimum an Risikowahrnehmung für Fall der Nichtadhärenz
> Risikowahrnehmung entspricht Situations-Ergebnis-Erwartung
> Handlungs-Ergebnis-Erwartung thematisiert Pros u Kontras des eigenen Handelns, einschl sozialer Ergebnisse (zB »Wenn ich Medikamente nicht einnehme, ärgert sich meine Frau/der Arzt.«)
2. SWKE
> Richtet sich auf Vertrauen in eigene Kompetenz, Anforderungen u Belastungen, die durch Adhärenz entstehen, meistern zu können
3. Selbstregulation (SR)
> Sinnvoll, postintentionale Phase, in der SR stattfindet, zu unterteilen in präaktionale u aktionale Phase (wichtig für Interventionen)
Verbesserungsvorschläge für Adhärenz, worauf sie sich beziehen und welche Phasen sind wichtig. (!)
Präaktionale Phase: Bevor Patient handelt, findet mentale Simulation statt, indem er das Wann, Wo u Wie der empfohlenen Handlung durchspielt
> Unbedeutend bei täglicher Einnahme einer Tablette, anders bei komplexen Aufgaben d Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern
- Intervention setzt hier an, indem man Patienten schriftliche Wann-, Wo-, Wie-Pläne entwickeln lässt
> Hat zu guten Erfolgen geführt, zB bei orthopädischen u Postinfarkt-Patienten, denen ein regelmäßiges körperliches Training verschrieben wurde
Verbesserungsvorschläge für Adhärenz, worauf sie sich beziehen und welche Phasen sind wichtig. (!)
Aktionale Phase:
- Vorbereitende Initiativen zur Handlung werden ergriffen u dann Handlung trotz Widerstände erfolgreich durchgeführt
zB Diabetiker
- Zur metabolischen Regulation gehört Verzicht auf Konsum diverser Nahrungsmittel
> Vorbereitende Initiativen: Solche Lebensmittel gar nicht erst einkaufen u möglichst nur mit solchen Mitmenschen ein Restaurant aufsuchen, die einen nicht in Versuchungen bringen
Gründe für Non-Compliance
Compliance – Strategie zur Erhöhung der Compliance für einen Zuckerkranken
Wie misst man Stress?
Perceived Stress Scale(PSS, Cohen, Kamarck, Mermelstein, 1983):
• Grad des erlebten Stresses wird gemessen
• Theorielos und undifferenziert
• Kein Bezug zur Transaktionalen Stresstheorie
Social Readjustment Rating Scale(SRRS, Holmes, Rahe, 1967):
• Bewertung von schweren Schicksalsschlägen und kritischen Lebensereignissen
• Einschätzung von Beurteilern, in welchem Ausmaß Wiederanpassung erforderlich ist (fester Schätzwert als Stressindikator (Life change unit = LCU))
• Umstritten, da Mensch eher selbst bewerten sollen, wie wichtig oder lebensverändernd ein Lebensereignis ist
Life Event-Skala(LES, Sarason, Johnson, Siegel, 1978):
• Subjektive Bewertung von Personen der stressigen Ereignisse der letzten 6 (12) Monate
• Fragwürdiges Stressoren-Konzept aber gute Korrelationen zwischen LES und Krankheitsindikatoren
Daily Hassles- und Daily Uplifts-Skalen(Lazarus & Folkman, 1989):
• Annahme: Tägliche Alltagsprobleme (hassles) sind Hauptursache von Stress; Erfasst Häufigkeit d Alltagsprobleme und subjektiv wahrgenommenen Schweregrad, aber auch positive Alltagereignisse (uplifts)
Ergebnisse zeigen Einfluss von täglichem Stress auf Krankheitssymptome und Stimmungen
• Kritik:Keine psychometrische Messung des Kernstücks der Theorie, nämlich der appraisals (Ereignis- und Ressourceneinschätzungen). Lediglich die Resultate werden gemessen.
Skizze Lazarus Stress Modell
Voraussetzungen => Prozess => Ergebnis (Wohlbefinden, Gesundheit, Sozialverhalten)
Umwelt- u Personenvariablen => Ereignis- <=> Ressourceneinschätzung => Coping => Wohlbefinden, Gesundheit, Sozialverhalten
> Schließt komplexe Bewältigungsvorgänge u Emotionen sowie situative, persönliche u soziale Voraussetzungen u Konsequenzen mit ein
Erklären Sie das reaktive und das proaktive Coping.
RC: Es geht um Anstrengung, mit einem bereits eingetretenen Ereignis umzugehen, zB indem Schaden/Verlust kompensiert werden
> Ehescheidung, Unfall, Versagen im Beruf,…
- Kann sich darauf richten, Ziele umzudefinieren, Sinn zu suchen oder Verlorenes wiederherzustellen
PC: Langzeitperspektive; Allg Widerstandsressourcen, mit denen man erfolgreich durchs Leben kommt
- Hier jedoch pos Charakter kognitiver Einschätzungen
> Herausforderung durch selbstgesetzte Lebensziele
- Coping ist kein Risiko-, sondern Zielmanagement
> Konstruktiven Handlungspfad schaffen u Gelegenheit für Wachstum u Erfolg erzeugen
> Nach Verbesserung streben, Lebensbed optimieren, Qualität eigener Leistungen erhöhen
- Selbstregulatives Zielmanagement enthält hohe Zielsetzung, Annahme von Herausforderungen, hartnäckige Zielverfolgung
- Wird begünstigt durch SWK (Überzeugung, dass in Lage, schwierige Ziele in Angriff zu nehmen u gg evtl Widerstände zu verteidigen)
Welche Coping-Strategien gibt es noch?
Antizipatorisches und präventives Coping
Antizipatorisches Coping
Präventives Coping