Ziele im Lehrplan Mathematik für Grundschulen in NRW
Mathematikunterricht
- greift die früheren mathematischen Alltagserfahrungen der Kinder auf, vertieft sie und entwickelt aus ihnen grundlegende mathematische Kompetenzen
- schafft die Grundlage für das Mathematiklernen in den weiterführenden Schulen
- schafft die Grundlage für die lebenslange Auseinandersetzung mit mathematischen Anforderungen des täglchen Lebens
Ziele des Mathematikunterrichts nach Winter
Der Mathematikunterrich sollte anstreben drei Grunderfahrungen zu ermöglichen
1. Umwelt in Verbindung zur Mathematik
2. mathematische Gegenstände und Sachverhalte (e.g. Gleichungen)
3. Problemlösefähigkeiten
1 Grunderfahrung nach Winter
Erscheinungen der Welt um uns, die uns alle angehen oder angehen sollten, aus Natur, Gesellschaft und Kultur, in einer spezifischen Art wahrzunehmen und zu verstehen
2 Grunderfahrung nach Winter
mathematische Gegenstände und Sachverhalte, repräsentiert in Sprache, Symbolen, Bildern und Formeln, als geistige Schöpfungen, als eine deduktiv geordnete Welt eigener Art kennen zu lernen und zu begreifen
3 Grunderfahrung nach Winter
in der Auseinandersetzung mit Aufgaben Problemlösefähigkeiten, die über die Mathematik hinausgehen, (heuristische Fähigkeiten) zu erwerben
Inwiefern werden die drei Grunderfahrungen (nach Winter) im Lehrplan angesprochen?
- 1. Wintersche Grunderfahrung
- “Aufgaben und Ziele”
- “Bereiche und Kompetenzerwartungen”
Inwiefern werden die drei Grunderfahrungen (nach Winter) im Lehrplan angesprochen?
- 2. Wintersche Grunderfahrung (1)
- “Aufgaben und Ziele”
- “Bereiche und Kompetenzerwartungen”
Inwiefern werden die drei Grunderfahrungen (nach Winter) im Lehrplan angesprochen?
- 2. Wintersche Grunderfahrung (2)
- “Aufgaben und Ziele”
- “Bereiche und Kompetenzerwartungen”
Inwiefern werden die drei Grunderfahrungen (nach Winter) im Lehrplan angesprochen?
- 3. Wintersche Grundfahrung
- “Aufgaben und Ziele”
- “Bereiche und Kompetenzerwartungen”
Inwiefern wird das Verstehen von Mathematik (im Kernlehrplan) angesprochen?
- “Aufgaben und Ziele”
- “Bereiche und Kompetenzerwartungen”
Mathematik Verstehen
- Folgerung
Die Prozesse des Lernens von Mathematik stehen im Zentrum und nicht nur die Lerninhalte.
Mathematik verstehen…
… als Prozess:
- diagnostisch / was haben einzelne Lernende verstanden?
&
… als Ziel:
- normativ: anzustrebnder geistiger Zustand
- Was sollen Lernende verstanden haben?
=> Prozesse, die für das Verstehen von Mathematik zentral sind:
- Problemlösen
- Modellieren
- Kommunizieren
- Argumentieren
- Darstellen
Verstehen ist inhaltsabhängig:
Verstehen ist abhängig von den Eigenheiten des Stoffes. Die zu lernenden Konzepte hängen stark von ihrer Verwendung in der mathematischen Gemeinschaft ab.
Was ist Mathematik?
Mathematik ist…
- die Wissenschaft von Zahl und Raum.
- die Wisenschaft von Mustern und Strukturen.
- ein Werkzeugkasten zum Bewältigen realer Probleme.
- das, was Mathematiker tun.
Wichtige Reflexion, denn die individuelle Vorstellungen vom Fach beeinflussen das Denken und Handeln von Lehrenden und Lernenden.
Was braucht es, um Mathematik zu verstehen?
1.Wissen über Darstellungen
Dabei sind Repräsentationen Denk- und Kommunikaitonswerkzeuge, d.h.
Das Verstehen und Verwenden von fachlichen Repräsentationen ist ein wichtiges Lernziel.
Darstellungsebenen im Mathematikunterricht
(Prediger & Wessel, 2011)
- 2. Vorlesung (PDF S.25f)
2.Verstehensdimensionen mathematischen Wissen
Mentale (Wissens-) Dimension
- Aufzählung: 6
- 2. Vorlesung (PDF S.28f)
Prinzip Begriffslernen in Stufen nach Vollrath (1992)
- 2. Vorlesung (PDF S.30)
1.Begriff als Phänomen (intuitives Begriffsverständnis)
> Lernende verfügen über Vorstellungen über den Begriff und Repräsentanten, z.B. aus ihrem Alltag.
2.Begriff als Träger von Eigenschaften (inhaltliches Begriffsverständnis)
> Lernende erkennen grundlegende Eigenschaften und ihre inhaltliche Bedeutung.
3.Begriff als Teil eines Begriffsnetzes (integriertes Begriffsverständnis)
> Lerndende erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie beziehungen zu anderen Begriffen.
4.Begriff als Objekt zum Operieren (formales Begriffsverständnis)
> Lernende nutzen Begriffe zum Operieren und Handeln.
konzeptionelle (Wissens-) Dimension
Konzeptionelle Dimension: Prinzip Begriffslernen in Stufen anch Vollrath (1992)
- Beispiel: natürliche Zahlen
- 2.Vorlesung (PDF S.34f)
2.Stufe: Begriff als Träger von Eigenschaften (inhaltliches Begriffsverständnis)
Beispiel: natürliche Zahlen (fünf)
Kardinaler Aspekt (Anzahlaspekt)
- Wie viele … gibt es? Hier liegen fünf Äpfel.
Ordinaler Aspekt (Anzahlaspekt)
- Der wie vielte ist …? An welcher Stelle steht …? Der fünfte Platz in der Reihe.
Maßzahlaspekt
- Wie groß ist …? Die Eintrittskarte kostet fünf Euro.
Operatoraspekt
- Wie viel mal ist …? Fünf Brötchen kosten fünfmal soviel wie eines.
Rechenzahlaspekt
- Wie rechnet man mit Zahlen? 5 + 5 = 10
Codierungsaspekt
- Zahlen bezeichnen (außermathematische) Objekte: 55559 Bretzenheim
Konzeptionelle Dimension: Prinzip Begriffslernen in Stufen nach Vollrath (1992)
- Beispiel: Stellenwertverständnis
- 2.Vorlesung (PDF S.36f)
2.Stufe: Begriff als Träger von Eigenschaften (inhaltliches Begriffsverständnis)
Prinzip des Stellenwerts/Zahlenwerts
- Stellenwerteigenschaft
- Eigenschaft der (Zehner-) Basis
- Multiplikative Eigenschaft
- Additive Eigenschaft
> Begriff als Täger von Eigenschaften bedeutet, dass Lernende diese Prinzipien (Konzepte) erlernen
prozedurale (Wissens-) Dimension
- Präsenzübung 1(Vorlesung 3 PDF S.6)