Begrifflichkeiten der Division
Vorlesung 5 PDF S.12
Dividend : Divisor = Quotient
1750 : 50 = 35
Ausgangslage/ Grundlage der Division
Der schriftlichen Division liegt als Grundverständnis die wiederholte Subtraktion zugrunde.
Bsp: 24 : 8 > 24 - 8 - 8 - 8, also 3
Im Gegenzug die Multiplikation:
Der schriftlichen Multiplikation liegt als Grundverständnis die wiederholte Addition zugrund.
Bsp: 3 ⋅ 8 > 8 + 8 + 8 = 24
Grundvorstellungen der Division
- 2 Stück
Im Gegenzug die Multiplikation
- Vervielfachen (zeitlich-sukzessiv /simultan /[kombinatorisch])
Grundvorstellung der Division
- Aufteilen
- Vorlesung 5 PDF S.15
Aufteilen
- Wie oft passt die 4 in die 24
- 4 + 4 + … + 4 = 24 (Anzahl der Vieren)
- bzw.: [ ] ⋅ 4 = 24
> Gesucht ist die Anzahl der Teilmengen mit einer bestimmten Anzahl an Elementen.
Grundvorstellung der Division
- Verteilen
- Vorlesung 5 PDF S. 15
Verteilen
- Welches ist der vierte Teil von 32?
- [ ] + [ ] + [ ] + [ ] = 32
- bzw. 4 ⋅ [ ] = 32
> Gesucht ist die Anzahl der Elemente in einer bekannten Anzahl von Teilmengen.
Halbschriftliche Rechenstrategien
- 4. Stück
Halbschriftliche Rechenstrategien
- Schrittweise
- Vorlesung 5 PDF S.16
Schrittweise
- Der Dividend oder Divisor wird in seine Stellenwerte oder passende Faktoren zerlegt. Die Zwischenergebnisse werden anschließend addiert um das Ergebnis zu erhalten.
Dividend:
482 : 2 = 241
400 : 2 = 200
80 : 2 = 40
2 : 2 = 1
Divisor
124 : 4 = 31
124 : 2 = 62
62 : 2 = 31
Halbschriftliche Rechenstrategien
- Hilfsaufgabe
- Vorlesung 5 PDF S.16
Hilfsaufgabe
- Man notiert sich zunächst eine Hilfsaufgabe, die leichter zu berechnen ist als die vorgegebene Rechneung. Aus dieser Hilfsaufgabe kann das Ergebnis dann abgeleitet werden. In der Regel wird bei dieser Strategie nur der Dividend oder Divisor verändert
Dividend:
232 : 8 = 29
240 : 8 = 30
8 : 8 = 1
Halbschriftliche Rechenstrategien
- Vereinfachen
- Vorlesung 5 PDF S.17
Vereinfachen
- Es werden Dividend und Divisor nach dem Gesetz der Konstanz des Quotienten gleichsinnig verändert: Der Dividend und der Divisor sind durch die gleichen Zahlen teilbar bzw. lassen sich mit der gleichen Zahl multiplizieren, ohne dass sich das Egebnis ändert.
225 : 25 = 9
450 : 50 = 9
Halbschriftliche Rechenstrategien
- Umkehraufgabe
- Vorlesung 5 PDF S.17
Umkehraufgabe
- Aus der Divisionsaufgabe wird die passende Multiplikationsaufgabe gebildet.
360 : 4 = 90
90 ⋅ 4 = 360
Welche Aufgabeneigenschaften können sich auf die Schwierigkeit auswirken?
792 : 3 (= 266)
- (Nicht-) Vorkommen der Zehnerzahlen
12840 : 60 (= 214)
- (Nicht-) Vorkommen der Zehnerzahlen
672 : 12 (= 56)
- Anzahl der Stellen im Divisor
7688 : 5 (= 1537 Rest 3)
- Rest
468 : 6 (= 78)
- Erste Ergebnisziffer ist eine 0, im schrifftlichen Rechenverfahren kann man nicht 4 : 6 Rechen
6150 : 3 (= 2050)
- Anzahl der Stellen im Dividenden
Prinzip der fortschreitenden Komplizierung
- Vorlesung 5 PDF S.20
Prinzip der fortschreitenden Komplizierung
1. Division durch Zehnerzahlen
2. Division durch mehrstellige Divisoren / mehrstelligen Dividenden
3. Division mit Rest
> mit leichten Zahlen beginnen und dann wird es mit der Zeit komplizierter
Prinzip der fortschreitenden Schematisierung
- 4 Phasen
- Vorlesung 5 PDF S.21f.
> Wie kommen die SuS von einer halbschriftlichen Rechnung/Notation zu einer schematischen Notation (mit Bezug zum schriftlichen Algorithmus)?
Phase 1: konkretes Verteilen, zunächst stückweise, dann in größeren Einheiten
Phase 2: mentales Verteilen mit schriftlicher Stütze nach dem Prinzip: “Verteile - wie viele bleiben noch übrig? - Verteile weiter - wie viele bleiben noch?”
Phasen 3 & 4: Einheiten werden größer bis hin zum jeweiligen Verteilen der maximalen Anzahl an Hunderten, Zehnern und Einers. die Notation ähnelt schon der Standartform
Prinzip der fortschreitenden Schematisierung
- Aufabenstellung:
> Verteile 324 Murmeln gerecht auf 4 Kinder. Wie viele Murmeln bekommt jeder?
- Vorlesung 5 PDF S.21f.
Aufabenstellung:
> Verteile 324 Murmeln gerecht auf 4 Kinder. Wie viele Murmeln bekommt jeder?
Phase 1: konkretes Verteilen, zunächst stückweise, dann in größeren Einheiten
- Ich gebe jedem Kind immer eine Murmel, bis keine Murmel mehr übrig ist.
- Fortsetzung mit 2, 3, … Murmeln möglich
Phase 2: mentales Verteilen mit schriftlicher Stütze nach dem Prinzip: “Verteile - wie viele bleiben noch übrig? - Verteile weiter - wie viele bleiben noch?”
- Ich kann jedem Kind sofort 10 Murmeln geben 4 ⋅ 10 ist 40. Es bleiben noch 284 Murmeln übrig
- Bsp.: Schriftliche Stütze
324
- 40 (Pro Kind [4] je 10 Murmeln)
284
- 40 (Pro Kind [4] je 10 Murmeln)
…
Phasen 3 & 4: Einheiten werden größer bis hin zum jeweiligen Verteilen der maximalen Anzahl an Hunderten, Zehnern und Einern, die Notation ähnelt schon der Standartform
324
200 50 (Pro Kind [4] je 50 Murmeln)
123
120 30 (Pro Kind [4] je 30 Murmeln)
4
4 1 (Pro Kind [4] je 1 Murmeln)
0 81 (Jedes Kind erhält 81 Murmeln)
324
320 80 (Pro Kind [4] je 80 Murmeln)
4
4 1 (Pro Kind [4] je 1 Murmeln)
0 81 (Jedes Kind erhält 81 Formeln)
(siehe Vorlesungsfolien)
Prinzip der fortschreitenden Schematisierung (Treffern, 1987)
- Vorlesung 5 PDF S.23/24
Ausgangspunkt:
- Anwendungsprobleme (mit großen Zahlen)
> … verleihen den Rechenverfahren Bedeutung
> … unterstützen auszuführende Rechnungen inhaltlich
> … zeigen Anwendungsrelevanz auf
(Bezug zur 1. Winterschen Grunderfahrung)
Anknüpfungspunkt:
- informelle Strategien der Kinder (u.a. halbschriftliche Rechenstrategien)
Ziel:
- fortschreitende Verkürzung und Schematisierung der Rechnungen und Notationen
(Stichwort: Algortihmisches Lernen)
// Analoge Übelegungen (des Prinzips der forschreitenden Schematisierung) zur Multiplikation möglich (PDF S.24)
Welche Aussagen über kritische Stellen im Lernprozess sind korrekt?
Kritische Stellen zum Zahlenrechnen und Ziffernrechnen
- Vorlesung 5 PDF S.31ff.
Beispiele für Fördermöglichkeiten
- Vorlesung 5 PDF S.33ff.
Division durch Null
Angenommen für a ≠ 0 gäbe es die Zahl x mit x = a : 0
Dann gilt die Umkehraufgabe x ⋅ 0 = a und es würde a = 0 folgen. Das ist ein Widerspruch zur Voraussetzung a ≠ 0 folgen. Dementsprechend gibt es keine Lösung.
Warum ist 0 : 0 = ∞?
Was ist mit dem Fall x = 0 : 0 ?
Es müsst eine Zahl mit x ⋅ 0 = 0 geben. Damit wäre jede Zahl x die Lösung dieser Gleichung. Dementsprechend ist 0 : 0 = ∞
Ausblick: Übergang zu den Dezimalzahlen und Brüchen