Nutzung pflanzlicher Substanz - Herbivorie und Detrivorie
Typen von Herbivoren
Granivore - (herbivore) Prädatoren i.e.S
Pflanzensaft as Ressource (oberirdisch)

Untrirdische Herbivore - Beispiel Nematoden
Eine Pflanze - viele Herbivore
Funktionelle Gruppen
Oberirdische Herbivore zeigen Präferenz für junge Triebe und Blätter aufgrund des dort höheren Gehaltes an Nährstoffen
Einfluss von Herbivoren auf Phytomasse (NPP)
Oberirdisch zwei Großgruppen mobiler Herbivorer:
Einfluss auf die Nettoprimärproduktion (NPP):
Oberirdische Herbivore haben den größten Einfluss auf die NPP in Grassteppen und flechtenbewachsenen Hartböden.
Unterirdische Herbivore können Totalausfall bewirken aufgrund der stark negativen Effekte durch die Schädigung der Wurzel.
Herbivoreneffekt auf Ökosystemlevel

Primärproduktion begrenzt Sekundärproduktion

Herbivoren-FraßpflanzenKomplex
Massenauftreten und Kompensation
Indirekte Effekte der Herbivoren

Dichte bestimmt Effekte auf Pflanzengemeinschaft
Moderate Dichten
Hohe Dichten
Zusammenfassung
Unter Herbivorie versteht man eine trophische Interaktion bei der Tiere
lebendes pflanzliches Gewebe fressen.
Es gibt eine Vielzahl von Herbivorentypen mit unterschiedlicher
Selektivität. Eine hohe Diversität an funktionellen Gruppen findet
sich oberirdisch bei Insekten sowie unterirdisch bei Nematoden.
Da sich fast alle Nahrungsquellen der Heterotrophen letztendlich auf
organische Kohlenstoffverbindungen der Autotrophen zurückführen
lassen, sind Interaktionen zwischen Herbivoren und Pflanzen der
Schlüsselfaktor in nahezu allen Ökosystemen.
Warum ist die Welt grün? Warum ist die Nutzung von Pflanzen durch herbivorie so gering?
Hairston, Smith & Sloboodkin
Phytophage sind i.d.R. nicht durch die Nahrung limititert, sondern werden durch Prädatoren reguliert (“top-down” Kontrolle)
White, Southwood u.a.:
Pflanzen sind von geringerem Nährwert; vor allem die Verfügbarkeit von Stickstoff limitiert Phytophage (“bottom-up” Kontrolle)
Lawton & McNeill, Janzen u.a.:
Phytophage leben in der Welt voller Feinde und mit geringwertiger Nahrung (“between the devil and the deep blue sea”)
Frettwell-Oksanen-Modell
Herbivoren-Einfluss variiert systematisch mit der Produktivität des Ökosystems - ecosystem exploitation hypothesis
bottom up
top-down
In natürlichen Ökosystemen liegt der maximale Einfluss von Herbivoren bei Sstemen mittlerer Produktivität

Warum ist die Welt grün? - Pflanzen haben zu geringen Nährwert
Stickstoff- ein Shclüsselfaktor?

Warum ist die Welt grün? - Sekundäre Pflanzenstoffe als Schutz
Chemische Abwehr - Toxine
Sorghum (Hirse): Cyanogenes Glycosid - Dhurrin

Chemische Abwehr - Repellents
Gift-Efeu produziert Urushiol
Repellents - Transgenerationseffekt möglich
Induktion von Repellents wird von Mutterpflanzen auf Tochtergeneration (F1) weitergegeben
Beispiel: Hederich (Raphanus raphanistrum) bei Raupen-Fraß
Raupen, die auf F1-Nachkommen geschädigter Mutterpflanzen fraßen, entwickelten 20% weniger Biomasse
Produktion sekundärer Pflanzenstoffe ist kostspielig
Trade-off zwischen Wachstum und Produktion sek. Pflanzenstoffe
bei maximaler Verteidigung haben alle Pflanzen, unabhängig vom Wachstumspotential, dieselbe niedrige realisierte Wachstumsrate
