Warum ist die Nutzung von Pflanzen durch Herbivore so gering? Welche Hypothesen gibt es zu diesem Thema?
Hypothese 1: TOP DOWN
Kontrolle durch Prädatoren
- Räuber halten Herbivore in Schach, kontrollieren die untere trophische Ebenen
à z. B. Löwe und Wolf begrenzen Populationsdichte von großen Herbivoren
Hypothese 2: BOTTOM UP Kontrolle durch Nährstoffe (insb. N)
- Energiefluss im Ökosystem wird von unten nach oben kontrolliert
- Produktivität der Sekundärproduzenten (Herbivoren) ist abhängig von der Produktivität und Qualität der pflanzlichen Nahrung
Hypothese 3: Synthese aus beiden
- Herbivore besitzen viele Feinde und ihre Nahrung ist nährstoffarm
à es liegen nur wenige Überprüfungen dieser Hypothesen in terrestrischen Systemen vor
Wie heißt das Modell, welches für die ersten beiden Hypothesen erstellt wurde?
Fretwell-Oksanen-Modell
Was besagt das Fretwell-Oksanen-Modell?
Graphik zeigt
- Links = bottom-up:
-> In unproduktiven Systemen haben Herbivore eine geringe Wirkung
->das Gesamtsystem (inkl. Herbivore) wird
von ihren Ressourcen reguliert
- Rechts = top-down:
à In hochprodukMven Systemen sinkt der Einfluss der Herbivoren und höhere trophische Ebenen (Räuber) regulieren das System
Warum ist die Welt grün, obwohl Herbivore die gesamte Phytomasse aus einem Ökosystem
entnehmen könnten?
Führt der geringe Nährwert von Pflanzen dazu, dass die Welt grün ist?
Wie wirken sekundäre Pflanzenstoffe auf Herbivore? Welche Hauptgruppen von sekundären
Pflanzenstoffen gibt es?
N haltige Substanzen
Toxisch, biger schmeckend
o Alkaloide, z.B. Mugerkornalkaloide, Morphin, Atropin
o Cyanogene Glycoside, d.h. Glycoside mit Nitrilgruppe
o Glucosinolate bzw. Senfölglycoside (Ringverbindungen mit S und N)
à Letztere kommen bei Kruziferen wie ReÜch, Senf, Kresse oder Kohl vor
Terpenoide
o) spezifisch für besMmmte Pflanzengruppen, so die Limonoide (Citrusfrüchte)
und Cardenolide (Herzglykoside bei Digitalis)
o Kurzkettige Terpenoide sind leichtflüchtig und o) als Duft wahrnehmbar (Monoterpene)
o längerkeÜge Terpenoide meist biger schmeckend und o) toxisch sind
Phenole:
o Weit verbreitete Abwehrstoffe, universell in Blägern u. anderen Pflanzenteilen
o Gehalt meist erhöht bei Herbivoren-Befall
Beispiel für die chemische Abwehr von Herbivoren durch Toxine?
Was sind Repellents? Beispiel für die chemische Abwehr von Herbivoren durch Repellent?
Wie korreliert die Produktion von sekundären Pflanzenstoffen mit der Wachstumsrate von
Pflanzen?
Pflanzen können Energie entweder in Wachstum oder in ProdukMon von sekundären
Pflanzenstoffen stecken, nicht in beides gleichzeiMg
à müssen Kompromiss (trade-off) eingehen
- Ressourcenverfügbarkeitshypothese bringt Faktoren in einen
Zusammenhang
à Bei maximaler Verteidigung haben alle Pflanzen dieselbe
niedrige realisierte Wachtsumsrate
Mit welchen Strategien können sich Pflanzen gegen den von Herbivoren ausgeübten SelekMonsdruck durchsetzen
Führen also sekundäre Pflanzenstoffe dazu, dass die Welt grün ist?