Wie lautet das 1. Thienemann ’sche biozönotische Grundprinzip für die Artenvielfalt in Biozönosen?
Wie lautet das 2. Thienemann ’sche biozönotische Grundprinzip für die Artenvielfalt in Biozönosen?
Welche Faktoren mit Wirkung auf die Struktur von Lebensgemeinschaften gibt es?
Gruppe 1 Fundamentalnische
* = mehrdimensionaler Nischenraum, in dem Art aufgrund Anpassungen überleben kann
* abhängig von Umweltfaktoren kann immer nur ein bestimmter Anteil von Organismen existieren
* Arten mit verschiedenen Toleranzgrenzen belegen unterschiedliche Fundamentalnischen entlang eines Umweltgradienten
Gruppe 2 Direkte & indirekte Beziehungen:
* Konkurrenz -> Verdrängung der unterlegenen Art
* Mutualismus (Symbiose) -> erhöht Umweltkapazität der Partner und damit Dominanz im Habitat
* Kommensalismus (Mitessertum) ->führt zur besseren Ernährung des Partners
* usw.
* Nahrungsnetze (Räuber-Beute) -> Beziehungen haben je stark regulierende Kraft auf
Gemeinschaftsgefüge
Was besagt die Regel von Krogerus (1932)?
=> in diversen Lebensräumen dominieren euryöke Arten, während in extremen Lebensräumen stenöke Arten dominieren
-> Daraus lässt sich schließen, dass extreme Standort in der Regel artenärmer sind
In welchem Zusammenhang stehen Verknüpfungsgrad bzw. Diversität und Stabilität der Artenzahl in einem Nahrungsnetz?
Metanalysen von Gemeinschaften zeigen häufig einen abnehmenden Verknüpfungsgrad mit zunehmender Artenzahl!
o Je mehr Arten, d.h. je diverser das Nahrungsnetz, desto weniger Konnektanz gibt es zwischen den Arten
->Stabilität des Systems nimmt ab
o Nahrungsnetze haben oft eine inverse Beziehung zwischen Verknüpfungsgrad
(Konnektanz) und Artenvielfalt -> Negativer Zusammenhang von Diversität und Stabilität.
Was besagt das Ökosystemkonzept von Odum (1953)? (1. Kennzeichen)
Kennzeichen von Ökosystemen:
1) Stoffflüsse und deren Regelmechanismen, d.h. Nährstoffkreisläufe und trophische Beziehungen zwischen Organismen
2) Entwicklung und Evolution, d.h. natürlichen Auslese (Selektion) und Adaptation an die Umwelt, Mannigfaltigkeitsmuster in Raum und Zeit
Was besagt das Ökosystemkonzept von Odum (1953)? (2. Regelmechanismen)
Regelmechanismen von Ökosystemen bewirken Stabilität:
* Beständigkeit des Systems gegenüber äußeren Einwirkungen
* System ändert sich nicht selbst und reguliert Veränderungen
* Eigenschaften eines Ökosystems, welche dessen Funktion in einem Fließgleichgewicht aufrechterhalten
* Tendenz einer Lebensgemeinschaft, nach einer Störung wieder zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückzukehren
Welche Konzepte gibt es zur ökologischen Stabilität?
Erkläre das Nietenmodel von Ehrlich & Ehrlich (1981) zur Stabilität von Biozönosen/ Ökosystemen.
Nietenmodell:
* Vielfalt der Arten einer Lebensgemeinschaft entspricht den Nieten einer Flugzeugtragfläche
* Der Verlust weniger Nieten fällt nicht ist Gewicht -> Verlust von einzelnen, nicht wichtigen Nieten führt zur Rivet Redundanz
* Verlust vielen Nieten oder einer Schlüsselart führt zu Dominoeffekt
-> schlagartiger
Verlust der Stabilität
Was besagt das Redundanzmodell von Walker (1991)?