Definition Parasit
Welche Arten von Pflanzenparasiten gibt es?
Wurzel- oder Sprossparasiten
funktionelle Gruppen:
* Hemiparasiten (Halbschmarotzer)
o PhotosyntheseakMvität
o entziehen dem Wirt Wasser und Nährstoffe
o Bsp.: Mistel (Sprossparasit) à zap) Gefäße im Holz des Wirtbaumes an
o Bsp.: Wachtelweizen, Klappertopf (Wurzelparasiten)
Holoparasiten (Vollschmarotzer)
o nicht zur Photosynthese befähigt
o ernähren sich vollständig vom Wirt
o Bsp.: Sommerwurzgewächse (Wurzelparasiten)
o Bsp.: Teufelszwirn (Sprossparasit)
Welche Arten von Tierparasiten gibt es?
Mikroparasiten (Einzeller)
* Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen
* häufig direkter Zyklus à entwickeln und vermehren sich in einem definierten Wirt
* hohe Reproduktionsrate, kurze Generationszeit
* hohe Pathogenität, Immunisierung möglich
Makroparasiten (Mehrzeller)
* Helminthen (Fadenwürmer & Plagwürmer), Arthropoden
* indirekter Zyklus -> benötigen Zwischenwirt zur Entwicklung
* lange Generationszeit
* chronische Effekte auf Fitness des Wirts
Welche Wirtsformen gibt es für Tierparasiten?
Vektoren
* Überträger von Krankheiten (eukaryotisch siehe Zwischen- und Endwirt, oder prokaryotosch/ viral) von einem Wirt auf anderen
* vermitteln indirekte, horizontale Infektionswege (d.h. keine oder kaum Erkrankungssymptome bei Vektor feststellbar)
* geben Parasit passiv oder durch eigene Aktivität weiter z.B. Saugen von Blut
* gelegentlich Verhaltensmanipulationen, d.h. Vektor sucht z.B. länger oder zu leicht veränderten Zeiten nach Wirten
* Bsp.: Anopheles für Plasmodium
* Unterscheidung in Zwischenwirt und Transportwirte
Endwirte
* oft spezifisch à Parasit hat meist nur geringe Pathogenität
* hier geschlechtliche Vermehrung (Makroparasiten)
Unterscheidung der Vektoren in Zwischenwirte und Transportwirte
In welchem Zusammenhang stehen zyklische Oszillation der Populationsdichte mancher Wirbeltiere und Parasiten?
Erkläre parasitenvermittelte Konkurrenz am Beispiel der Schlupfwespe
Modellsystem Schlupfwespe
Venturia canescens
* Parasitoid legt Eier in Raupen von Schmetterlingen, so sind dann Larven entwickeln
* in Raupen der Dörrobstmotte oder der Mehlmotte möglich -> 2-Wirt-System
Welche Rolle spielt parasitenvermittelte Konkurrenz bei der Invasion gebietsfremder Arten?
zwei Hypothesen für Erfolg der invasiven Art:
Wie sind Parasiten typischerweise räumlich verteilt?
geklumpt oder aggregaMv verteilt à meisten Individuen haben kein Parasit, manche
haben einen, wenige haben viele
* Grund: Wechsel von günsMgen und ungünsMgen Habitaten (Ressourcen) à an einige
Ort Wirt verfügbar, an anderen nicht
* Faktoren die Verteilung beeinflussen:
o Verhalten der WirtsMere (Herden oder Einzelgänger)
o Immunkompetenz z.B. akMve Immunisierung (Impfung) bei WirbelMeren
* wenn Verhalten der Tiere Übertragung begünsMgt à homogene Verteilung des Parasiten
Wie verhält sich die Parasit-Wirt-Beziehung in der Modellierung der ökologischen Interaktion
im Vergleich zur typischen Räuber-Beute-Beziehung?
Welche Rolle spielt der Schwellenwert der Wirtsdichte für parasitische Populationen?
Schwellenwert der Wirtsdichte ��
* = Schwellenwert, oberhalb dessen sich Pathogen ausbreiten und unterhalb dessen sich
Pathogen nicht in PopulaMon hält
* à Dichte die Etablierung des Parasiten in der WirtspopulaMon ermöglicht
* HC korreliert mit Kontakthäufigkeit von Wirten
* niedrige HC:
Ökologie Zusammenfassung Jana Mutschelknaus, Ennie Tensil
o Parasiten mit hoher Übertragungsrate (z.B. Vektoren für Plasmodium) und starker ReprodukMon (z.B. SARS-CoV2)
o Parasiten mit Überdauerungsstadien z.B. Fuchsbandwurm
* hohe HC:
o starke Pathogene à Unterbrechen der Übertragung z.B. Ebola-Virus
Womit kann lässt sich das epidemiologische Potential einer Parasitose abschätzen?
Basale Reproduktionsrate R_0
* bei Makroparasiten = Anzahl der geschlechtsreifen Parasiten die aus Parasitenindividuum in nächster Generation hervorgehen
o halten durch Koevolutoonsprozesse (Virulenz und Transmission durch Parasit
und Resistenz und Toleranz durch Wirt) R im Bereich von 1
Wie kommt es dazu das Parasiten multiple Wirtspopulationen haben?
Welchen Einfluss hat die Mobilität der Wirtspopulation auf die Verbreitung des Parasiten?
WirtspopulaMonen können ihre Parasiten “mitbringen” oder diese “zurücklassen”
* Vektoren der Mikroparasiten können sich auf neue Gebiete verbreiten z.B. Verbreitung
Anopheles durch Klimawandel
* Zwischenwirte von Makroparasiten können wandern z.B. Mäuse, Vögel, Fledermäuse
Zusammenfassung Parasiten-Typen und Populationsmodellierung
Parasiten gliedern sich in spezifische funkMonelle Gruppen
à Mikro- und Makroparasiten entlang eines Gradienten der Komplexität
à Parasiten mit direkten (ein Wirt) oder indirekten (zwei Wirte: Zwischenwirt und
Endwirt) Zyklen
- Parasiten können die PopulaMonsentwicklung der Wirte beeinflussen
à zyklischen OszillaMonen der Dichte von Wirt und Parasit (Beispiel: Moorhuhn &
Darmnematode)
à können Konkurrenz zwischen Wirtsarten vermigeln; dies haben wir am Beispiel der
Schlupfwespe und bei der Invasion gebietsfremder Arten (Grauhörnchen) betrachtet
- Das Dispersionsmuster ist i.d.R. aggregaMv
à besMmmt durch Verteilung der Ressource „Wirt“ (da/nicht da)
- Dispersion wird durch Transmission (Übertragung) der Parasiten moduliert
à diese wird durch das Sozialverhalten der Wirte (Herden/Einzelgänger) und deren
Immunkompetenz geprägt
- Moderne epidemiologische Modelle sollen mulMple WirtspopulaMonen und Mobilität
der PopulaMonen und Kontaktnetzwerke zwischen Individuen einbeziehen